Von der Pupstation

Von der Pupstation

In über 35 Jahren als schreibender Zeitgenosse geht so einiges schief – und wie gut, dass es den Kollegen „Druckfehlerteufel“ gibt. Die Male, die er für meine Fehler „herhalten“ musste, sind ungezählt. Nicht selten hatten die Fehler auch einen gewissen Charme. Gut, wenn der Autor aus einer Frau Kromminga in einem seiner ersten größeren Berichte konsequent eine Frau Kramer macht (weil es eine gleichnamige Klassenkameradin mit gleichem Vornamen gab), dann war es Glück, dass dieser „Stockfehler“ wohl nie der Redaktion, für die ich arbeitete, zu Ohren gekommen ist. Immerhin habe ich daraus gelernt und meinen vielen späteren Azubis immer eingetrichtert: Namen und Zahlen müssen immer stimmen. Das ist das Mindeste. Der Rest ist eh freie Interpretation des Autors..

Holger HartwigVon der Pupstation
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Zeitungen verkaufen mit Cap und Sonnenbrille

Zeitungen verkaufen mit Cap und Sonnenbrille

Schon immer – und nicht erst, seit es das Internet gibt – ist es das Ziel eines Redakteures, eine Zeitung so mit Inhalten zu füllen, damit sie sich gut verkaufen lässt. Abonnenten zu gewinnen und zu erhalten, ist dabei eine große Herausforderung. Mit – vor allem lokalen – spannenden Themen auf der Titelseite Menschen im Supermarkt oder beim Zeitschriftenhändler zum Kauf zu motivieren, ist die „Königsaufgabe“.

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Die besondere „Zusammenarbeit”

Die besondere „Zusammenarbeit”

Die Beziehung zwischen Journalisten und Politikern ist eine ganz besondere – ganz gleich, ob auf Bundes-, Landes- oder Ortsebene. Man mag sich, man braucht sich irgendwie, man verbündet sich (zweitweise) und dann verteufelt man sich gegenseitig wieder. Zumindest gilt das für Redakteure, die sich keiner Partei angeschlossen haben und die auch Wert darauf legen, Informationen aus allen politischen Lagern zu erhalten.

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Von Arbeitsverträgen

Von Arbeitsverträgen

In über 30 Jahren in der Medienbranche habe ich viel erlebt – auch wie seitens einiger Medienhäuser mit Redakteuren umgegangen wird. Darüber wird in den Medien – wen wundert´s – allerdings nie bzw. nur sehr selten berichtet. Vorweg: Alle Arbeitgeber über einen Kamm zu scheren, ist nicht fair und angebracht.

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Von Piontek, Zölibat und Trümmern in Dresden

Von Piontek, Zölibat und Trümmern in Dresden

Bis heute gibt es eine journalistische Form, die mein absoluter Favorit ist: das Interview. Dieser direkte und persönliche Kontakt ist immer eine Herausforderung. Das fängt bei der Vorbereitung an, weil sehr viele Gesprächspartner vorweg am liebsten immer alle Fragen übersandt haben wollen. Dann sage ich meist: „Dann lassen wir das, denn ein gutes Interview lebt von der Spontanität und dem Austausch – und meistens geht es dann doch irgendwie.“ Wenn der Gesprächspartner darauf besteht, dann habe ich auch schon so manches Interview ausfallen lassen. Manches Mal sehr schade, aber immer noch besser als ein langweiliges, bereits vorweg vorformuliert und damit künstliches Gespräch, das abgedruckt werden muss.

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Die „heiße Ware“: Kfz-Briefe

Die „heiße Ware“: Kfz-Briefe

Es ist etwas mehr als 30 Jahre her. Ich bin gewisser Weise Wanderer zwischen zwei völlig verschiedenen Welten. Die eine Welt ist meine Heimat. Leer, die schönste Stadt der Welt – und Wolgast – damals eher das Ende der Welt. Während hier alles ordentlich und modern und bunt und vielfältig ist, ist dort alles grau, grau und nochmal grau. Und Tag für Tag wartet ein Erlebnis besonderer Art.

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Der Startschuss

Der Startschuss

Heute ist ein besonderer Tag. Heute ist es genau 31 Jahre her, als ich das erste Mal mein Kürzel HH in einer Zeitung lesen konnte. Ich hatte mich ja schon als kleiner Junge entschieden, Journalist werden zu wollen, aber der erste Schritt kostet dann doch Mut. Die Fußballmannschaft, die ich mit meinem Vater beim SC 04 gemeinsam trainiere, hat gerade das Halbfinale im Kreispokal 2:0 gegen SV Wymeer/Boen gewonnen und steht im Endspiel. „Das muss in die Zeitung“, denke ich und da der SC 04 aktuell keinen Pressewart hat, stellt sich mir die Frage, wer einen Bericht für das „Leeraner Anzeigenblatt“ aus dem Hause der Ostfriesen-Zeitung schreiben soll. Also frage ich beim Vorstand um Erlaubnis (mein Vater ist 2. Vorsitzender), organisiere mir von meiner Mutter die Olympia-Schreibmaschine und jede Menge Blätter DIN-A4-Papier. Los geht´s…

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Wenn Sie so weitermachen…

Wenn Sie so weitermachen…

Das Telefon klingelt. Kaum habe ich den Hörer in der Hand, kommen – ohne dass der Anrufer seinen Namen sagt – deutliche Worte: „Mein lieber Herr Hartwig, eines dürfte Ihnen doch wohl klar sein: Wenn SIE so weitermachen, dann kostet das nicht den Kopf des Chefredakteurs. Haben wir uns verstanden?“ Ja, das hatte ich.

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Der schimpfende Polizist

Der schimpfende Polizist

Es ist Herbst 1991. Gegen 21 Uhr fahre ich mit meinem Golf von Wolgast auf die Insel Usedom nach Hause. Vor einem Waldstück haut ein großer 5-er BMW so richtig in die Eisen – vier Wildscheine laufen über die Straße. Sein Antiblockiersystem arbeitet perfekt – meines nicht. Ich habe nämlich keins. Ich stanze mein Nummernschild im Auspuffrohr des BMW. Scherben fliegen, ein satter Schaden. Also muss Polizei her.

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Die Radarfalle

Die Radarfalle

Manchmal ist die Trennung zwischen dienstlichen und privaten Dingen auch für einen Redakteur nicht so einfach. Normalerweise soll das ja nicht so sein, das lernt jeder freie Mitarbeiter bereits bei seinen allerersten Texten. Und dennoch passiert es, dass die dienstlichen Möglichkeiten mit dem Privaten – vorsichtig ausgedrückt – vernetzt werden.

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