DIE KOLUMNE – Leer auf Wachstumskurs wie noch nie – mit schwieriger Wohnsituation

DIE KOLUMNE – Leer auf Wachstumskurs wie noch nie – mit schwieriger Wohnsituation

Die Stadt Leer wächst und wächst. Erstmals in ihrer Geschichte hat die Ledastadt – Stand diese Woche – über 36.500 Einwohner. Menschen aus über 120 Ländern der Welt haben in der Kreisstadt ihr zuhause. Seit 2018 sind über 2000 Zuzüge zu verzeichnen, davor hat es mehr als eine Dekade fast keine positive Tendenz gegeben. Diese Entwicklung, die grundsätzlich für einen attraktiven Lebens- und Arbeitsstandort steht, ist jedoch zum größten Teil nicht „hausgemacht“. So sorgten allein knapp 500 Flüchtling aus der Ukraine für den Zuwachs seit Jahresbeginn 2022. Das wird – Stand jetzt – auch so weiter gehen. Bis Ende März werden der Stadt über die vom Land festgelegte Verteilquote weitere 269 Flüchtlinge zugewiesen. Zum Vergleich: 2020 und 2021 wurden 69 bzw. 70 Flüchtlinge in Leer aufgenommen.

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Hillbrands: Das Gymnasium nach der 12. Klasse zu verlassen war goldrichtig

Hillbrands: Das Gymnasium nach der 12. Klasse zu verlassen war goldrichtig

„Auf einen Tee mit …“ – Heute Bernd Hillbrands, Vorsitzender des Software-Netzwerkes Leer und Chef der Leeraner Firma ORGADATA

LEER Sein Name ist verbunden mit einer Branche, die in Leer mit IT-Produkten zu einem der wichtigsten Arbeitgeber geworden ist: Bernd Hillbrands. Als Vorstandsvorsitzender der Orgadata AG, die weltweit mit ihren 28 Standorten und 550 Mitarbeitenden eine Spezialsoftware für Fenster, Türen und Fassaden erfolgreich vertreibt, engagiert sich Hillbrands seit 2011 im Software-Netzwerk Leer. In der Rubrik „Auf einen Tee mit…“ spricht der 49-Jährige unter anderem über die Herausforderungen für seine Branche, die Faszination der Software-Entwicklung, seine Entscheidung, nach der 12. Klasse das Gymnasium zu verlassen, und warum es für ihn notwendig ist, Chef zu sein. Weitere Themen sind Fake-News und deren Auswirkungen, die Fußball-WM und der Ukraine-Krieg.

Das Software-Netzwerk Leer anzuführen, bedeutet für mich…

… ein schönes Ehrenamt zu haben, in dem ich gemeinsam mit vielen anderen wichtige digitale Themen voranbringen kann.

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Die Kunst des Belohnens

Die Kunst des Belohnens

Von Holger Hartwig*

Erinnern Sie sich an Ihre Kindheit oder an die Zeit, als Ihre Kinder noch klein waren? Dann wissen Sie, welche Begeisterung ab dem 1. Dezember für 24 Tage in den Kinderaugen zu sehen war, wenn morgens ein Türchen des Adventskalenders geöffnet werden durfte. War es einstmals „nur“ eine kleine Süßigkeit, ist heute alles Mögliche hinter den Türchen zu finden.

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DIE KOLUMNE – Stadtwerke Leer: Eigenständigkeit bleibt, besseres Buddelmanagement und sprunghafter Preisanstieg

DIE KOLUMNE – Stadtwerke Leer: Eigenständigkeit bleibt, besseres Buddelmanagement und sprunghafter Preisanstieg

Außer Spesen nichts gewesen? Auf den ersten Blick trifft das zu. Über ein Jahr lang haben sich die Leeraner Stadtwerke AöR (das steht für Anstalt öffentlichen Rechts) und das Rathaus den Kopf zerbrochen, wie eine Wiedereingliederung der Stadtwerke in die Stadtverwaltung am besten erfolgen kann. Hintergrund war die Vorgabe, dass das EU-Wettbewerbsrecht eingehalten werden sollte und die Leistungen des Stadtwerke-Baubetriebshofes für die Stadt umsatzsteuerpflichtig geworden wären. Bei einem Leistungsvolumen von fünf Millionen Euro jährlich wären das zusätzliche Steuerverpflichtungen für die Stadt von etwa einer halben Million Euro. Kurzum: Ausgaben, die nichts gebracht hätte bzw. Geld, was für andere Investitionen dringend benötigt wird. Nun kommt die Rolle rückwärts.

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Bloem: Karriere in Hannover? Vor Verantwortung bin ich noch nie zurückgeschreckt

Bloem: Karriere in Hannover? Vor Verantwortung bin ich noch nie zurückgeschreckt

„Auf einen Tee mit…“ – Heute: Nico Bloem, neuer Landtagsabgeordneter aus dem Kreis Leer

WEENER/HANNOVER Die ersten Wochen in Hannover und der damit verbundene Wechsel von der Aufgabe als Betriebsratschef der Meyer Werft zum Abgeordneten im Landtag liegen hinter ihm. In unserer Rubrik „Auf einen Tee mit…“ spricht Nico Bloem (SPD) über seine ersten Eindrücke, sein Selbstverständnis als Berufspolitiker und die wichtigsten Ziele in den kommenden fünf Jahren. Zudem äußert sich der Rheiderländer, der gelernter Schiffbauer ist und auf kommunaler Ebene im Kreistag und in der Stadt Weener Politik macht, zu den Fußstapfen seiner Vorgängerin Johanne Modder, seinen Karrierezielen und zur Fußball-WM in Katar.

 Wenn mir jemand am Ende der Schulzeit gesagt hätte, dass ich Berufspolitiker werde, dann …

… hätte ich diesen Menschen für verrückt erklärt. Das war für mich wirklich nicht vorstellbar. Heute bin ich für diese Aufgabe dankbar und freue mich auf jeden Arbeitstag.

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Die Dosis macht das Gift

Die Dosis macht das Gift

Von Holger Hartwig*

Sie kennen den Spruch „Die Dosis macht das Gift“? Dann wissen Sie, was damit gemeint ist. Zuviel von etwas richtet eher Schaden an, als das es nützlich ist. Gilt dieser Gedanke in jeder Hinsicht? Könnte man meinen. Geht es jedoch um Charakter-, Verhaltens- oder Arbeitseigenschaften, liegt im Erkennen der „Giftdosis“ auch eine große Chance. Es kommt auf die Sichtweise an.

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DIE KOLUMNE – Bürger-Workshops: Haben nur „Oldies“ Ideen für ein modernes Leer?

DIE KOLUMNE – Bürger-Workshops: Haben nur „Oldies“ Ideen für ein modernes Leer?

„Wenn Du nicht mehr weiter weißt, gründe einen Arbeitskreis“ – diesen Spruch kennt jeder. Nun, bei dem, was die Politik in den vergangenen Jahren mit Bürgerbeteiligung bezeichnet, handelt es sich sicherlich nicht um einen Arbeitskreis im klassischen Sinne, aber es ist vom Ansatz her durchaus vergleichbar. Wo einst die Fachleute aus den Ministerien und Verwaltungen und vom Volk gewählte Politiker diskutierten, sind nun Bürgerinnen und Bürger zum Dialog, aber am Ende nur selten auch zur Mitentscheidung eingeladen.

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„Jäger nur Tiermörder? Wer so seinen Blödsinn erzählt, soll sich informieren“

„Jäger nur Tiermörder? Wer so seinen Blödsinn erzählt, soll sich informieren“

„Auf einen Tee mit …“ – Heute mit Jan-Wilhelm Hilbrands, Kreisjägermeister im Kreis Leer

JEMGUM Wenn es um ihr Hobby bzw. ihre Aufgabe zur Hege und Pflege der Natur geht, dann treffen oft zwei Meinungen aufeinander: Die einen, die in der Jagd nur die Lust am Töten von Tieren erkennen, die anderen, die überzeugt sind, dass Jäger für die Pflege der Natur und der Bestände eine wichtige Aufgabe übernehmen. In der Rubrik „Auf einen Tee mit…“ kommt heute Jan-Wilhelm Hilbrands zu Wort. Der Jemgumer ist seit einem Vierteljahrhundert Kreisjägermeister im Kreis Leer und im August für fünf weitere Jahre in diesem Amt bestätigt worden. Er geht auf die Jagd-Kritiker ein, erzählt von der Vielfalt der 164 Reviere im Kreis, berichtet über die tägliche Arbeit der Jäger und macht seinen Ärger über Teile der Politik Luft.

An der Jagd fasziniert mich…

… der Umgang mit der Natur als Gesamtbild. Es steht nicht das Schießen im Vordergrund, sondern die Hege und Pflege des Reviers. Ich freue mich, mit meinem Hund durch das Revier zu fahren und zu sehen, was ist los.

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Der Wert der Arbeit

Der Wert der Arbeit

Von Holger Hartwig*

Haben Sie sich schon einmal diese Frage gestellt: Wie wertvoll ist die Arbeitsstunde eines Chefarztes in einer Klinik und im Vergleich dazu die eines Arbeiters am Fließband in einer Fabrik? Die Gewerkschaften und die Arbeitgeber definieren den Wert – wie jüngst oft geschehen durch den Abschluss von Tarifvereinbarungen in Zeiten von Inflation und Engiekriese – über den Wert der Leistung und legen einen entsprechenden Stundenlohn fest. Folgt man diesem Gedanken, ist folglich die Arbeitsstunde des Chefarztes zehn- bis zwangigmal soviel wert wie die des Arbeiters. Dennoch ist diese Antwort falsch. Beide Arbeitsstunden haben exakt den gleichen Wert. Warum?

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Quartett sorgt für hoch spannenden, abwechslungsreichen Abend

Quartett sorgt für hoch spannenden, abwechslungsreichen Abend

2. Konzert des Vereins Junger Kaufleute in der Saison 2022/23 

Von Barbara Fischer*

Wenn zu Beginn eines Konzertes einer der Künstler eine Ansage machen muss, schwant dem erfahrenen Publikum nichts Gutes. So war es auch im Konzert des Vereins junger Kaufleute Mitte November. Pianist Daniel Heide kündigte an, dass der Sänger des Abends, Christoph Prégardien, am Nachmittag einen allergischen Schock erlitten habe und deshalb wohlmöglich beim Singen etwas eingeschränkt sei. Eine solche Ankündigung löst neben der Sorge um den Betroffenen auch das Bedauern aus, einen Meister des Liedgesangs nicht auf der Höhe seines Könnens zu erleben. Glücklicherweise stellte sich im Laufe des Abends heraus, dass alle Bedenken unbegründet waren.

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