LEICHTER LEBEN: Der Tag danach… oder doch nie?

LEICHTER LEBEN: Der Tag danach… oder doch nie?

Von Holger Hartwig*

Kennen Sie das Lied „Morgen“ von Johannes Oerding? Musikalisch ist es so wie es ist – der Text hingegen hat es in sich:

Der Tag, an dem ich sauber mach‘
Der Tag, an dem ich früh erwach‘
Der Tag, an dem ich mich gesund ernähr‘
Der Tag, an dem ich nicht mehr rauch‘
Trainier‘ für einen Waschbrettbauch
Der Tag, an dem ich meine Steuer erklär‘
Und du fragst, wann dieser große Tag wohl ist
Das Datum steht doch schon ganz lange fest

Und du fragst wann dieses Wunder wohl passiert
Ich hab’s mir im Kalender rot markiert

Holger HartwigLEICHTER LEBEN: Der Tag danach… oder doch nie?
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LEICHTER LEBEN: Regeln? Die Basis für Verlässlichkeit

LEICHTER LEBEN: Regeln? Die Basis für Verlässlichkeit

Von Holger Hartwig*

Neulich wieder eine Situation, die immer häufiger zu beobachten ist: Ein Kind – nennen wir es der Einfachheit halber Otto – hat von seiner Mutter eine Aufforderung bekommen, sich zu benehmen und eine Handlung zu unterlassen. Und was macht Otto? Erstens weiter, und zweitens fängt er an zu diskutieren. Die Mutter (oder der Vater) geht auf den etwa achtjährigen Otto ein („Ich habe Dir schon so oft gesagt, dass Du das nicht sollst“). Es entwickelt sich ein Dialog, bei dem auch Wörter fallen, für die es vor Jahrzehnten von Papa einen Hieb auf die Ohren oder den Hintern gegeben hätte.

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LEICHTER LEBEN: Das Rezept gegen das Scheitern guter Vorsätze

LEICHTER LEBEN: Das Rezept gegen das Scheitern guter Vorsätze

Von Holger Hartwig*

Das neue Jahr ist nun bereits wieder zwei Wochen „alt“. Sind auch Sie in dieses Jahr mit einigen guten Vorsätzen gestartet? Wie viele davon haben sich als „haltbar“ erwiesen? Welche sind bereits wieder über Bord geworfen worden? Umfragen zu diesem Thema sprechen eine deutliche Sprache: Die Vorsätze sind gut gemeint, aber die meisten sind schon gescheitert, bevor sie im Alltag wirklich bestehen. Warum ist das so und wie kann jeder einzelne daran arbeiten, dass seine guten Absichten und Vorsätze – entweder für sich selbst oder den Umgang mit seinem Umfeld – eingehalten und dann auch zur Selbstverständlichkeit werden?

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Weihnachtsgruß 2022: „Es kommt ein Schiff geladen …“

Weihnachtsgruß 2022: „Es kommt ein Schiff geladen …“

Von Ralph Knöfler, Stadtpastor in Leer

Seit gut einem Jahr arbeite ich als Stadtpastor in Leer und wohne am Rande der Altstadt, unweit vom Hafen, in der Nähe des historischen Teils mit dem kleinen Schiffmuseum mit kleinen, alten Schleppern, Lastkähnen, Plattbooten… zur Seeschleuse ist es nicht weit, den ganzen Hafen umrunde ich mit dem Rad immer wieder, die Ems ist nah bei und ab und an führt der Weg nach Emden mit seinem Seehafen. Leer ist ein wichtiger und großer Reederei-Standort, ich lerne Menschen kennen, die mit Schifffahrt zu tun haben da spricht mich das alte Adventslied neu an … bekommt so ein altes, eigentlich in der Mystik verwurzeltes Lied noch eine neue und etwas andere Bedeutung. Und wenn ich’s recht bedenke, schon zu Kinderzeiten hatte der Dortmund-Ems-Kanal mit den Hebewerken, der Lippe-Seiten-Kanal einen gewissen Reiz … wie oft haben wir dort den Schiffen zugesehen, schwer beladen, tief im Wasser liegend … Wellen brachen am Ufer … vieles von dem begegnet mir in Leer wieder … und das alte Lied erzählt mir etwas vom Advent und von Weihnachten:

„Es kommt ein Schiff, geladen/bis an sein‘ höchsten Bord,/

trägt Gottes Sohn voll Gnaden,/des Vaters ewigs Wort.

Das Schiff geht still im Triebe,/es trägt ein teure Last;/

das Segel ist die Liebe,/ der Heilig Geist der Mast.

Der Anker haft‘ auf Erden,/da ist das Schiff am Land./

Das Wort will Fleisch uns werden,/der Sohn ist uns gesandt.


Zu Bethlehem geboren/im Stall ein Kindelein,/

gibt sich für uns verloren,/gelobet muss es sein.


Und wer dies Kind mit Freuden/umfangen, küssen will,/

muss vorher mit ihm leiden,/groß Pein und Marter viel,

danach mit ihm auch sterben/und geistlich auferstehn,/

das ewig Leben erben,/ wie an ihm ist geschehn.“

Jedes Schiff, das komm oder geht, trägt eine Verheißung in sich, eine Stimmung voller Sehnsucht und Erwartung. Vielleicht fasziniert es darum uns Menschen. Die Ladung dieses tiefliegenden Schiffes ist d i e Antwort Gottes auf unsere Sehnsucht nach gelingendem Leben, erfülltem Menschsein und Frieden.

Ruhig kommt das Schiff mit seiner Ladung, für mein Empfinden manchmal zu behäbig; doch das Warten lohnt sich. Es bringt das vielleicht Wertvollste, was Menschen geschenkt werden kann: die Kraft des Glaubens, eine Spiritualität, die größer und höher ist als all‘ unsere Vernunft und Unmögliches vermag! – die Kraft, die Energie, die Leidenschaft der Liebe – den lebensschaffenden und schöpferischen Geist … so berührt GOTT die Seele der Menschen. Wenn das Schiff vor Anker geht, berühren und verbinden sich zwei Welten, die sonst getrennt zu sein scheinen: Wasser und Land, Weite und Nähe, GOTT und Mensch, Leben und Tod … vor Anker kommt das Schiff zur Ruhe – für uns eine Ruhe, um zu dem zu kommen, was da zu uns kommt – uns dem zu öffnen … da wird aus dem adventlichen ein weihnachtlicher Ton: Der Anker wird nicht zufällig, doch alten Ahnungen und Worten gemäß in Bethlehem festgemacht. Im neugeborenen Kind in der Krippe begegnet uns alles Wunderbare, Verheißungs-volle und Verletzliche. Im Kind begegnet uns der Himmel und im Vertrauen darauf das Leben in Fülle, einer Fülle, die geltenden ökonomischen Grundsätzen in keinster Weise entspricht. Wer in der ganzen Tiefe versteht, was es mit der Schiffsladung auf sich hat, also wer mit dem Herzen das Kind sieht, sieht, was Jesus in seinem Menschwerden und Menschsein für uns getan hat, der wird anderen Menschen – und sich selbst – mit Respekt und Wertschätzung, mit zuwendender Liebe und Mitgefühl begegnen, seinen Schmerz teilen, seine Freude staunend wahrnehmen und das für ihn – das für sich Wesentliche erkennen.

Wer in dem Kind in der Krippe diese Spannung erspürt: die Nähe zu uns Menschen und zu unserem Leben und gleichzeitig die Distanz zu der Welt und deren (ökonomischen) Maßstäben – die können ein Leben in Fülle diesseits und jenseits des Todes erhoffen, das allerdings nicht (auch das deutet das Lied klar an) ohne Schatten, ohne Risse und Brüche und Unvollkommenheit sein wird. Aber immer eines voller Verheißung, Hoffnung und Halt: Wer am Ufer des Lebensflusses (oder eines Sees oder Hafens oder Meeres) innehält, in diesen Tagen der Ankunft still, wirklich in sich still wird, kann Altes loslassen, das Wesentliche sehen und Leben neu gewinnen und ausrichten – davon bin ich tief überzeugt! „Es kommt ein Schiff geladen …“ – vielleicht verbirgt sich in dem mehr Weihnachtliches als auf allen Weihnachts- Märkten, selbst dem hier am Hafen, dem „Wiehnachtsmarkt achter d’waag“.

„Es kommt ein Schiff geladen …“ –  kein Wunder, dass Menschen darauf warten, gerade auf dieses Schiff. Auf dessen Ankunft. Und ist doch schon da – ein Wunder: GOTT auf Landgang … und kann D I R begegnen …
In diesem Sinne Dir und Euch und allen Menschen guten Willens um Dich und Euch herum ein gesegnetes, friedvolles Weihnachtsfest 2022 – Glaube, Hoffnung, Liebe landen an … und mit dieser geballten Ladung Leben wünsche ich Dir und Euch ein gutes Ankommen – „Ankern“ – im neuen Jahr 2023!

Es grüßt herzlich und zuversichtlich

Ihr Leeraner Stadtpastor

Ralph Knöfler

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Die Zeit des „gefährlichen“ Miteinanders

Die Zeit des „gefährlichen“ Miteinanders

Von Holger Hartwig*

Nun stehen sie also wieder an – die Feiertage rund um Weihnachten und Neujahr. In allen Familien ist dieses die Zeit der Begegnungen. Es ist aber zugleich auch die Zeit des „gefährlichen“ Miteinanders.

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Nützt je nix…

Nützt je nix…

Von Holger Hartwig*

„Wie geht es Dir?“ – diese Frage bekommt wohl jeder mehrfach am Tag gestellt. Sehr gerne wird die kürzeste aller Antworten „genommen“: „Gut!“. Dann geht es schnell zum nächsten Thema. Spannend wird es, wenn die Antwort so ausfällt, wie die Lage gerade tatsächlich ist. Dann zeigt sich, ob die Frage eine klassische Gesprächsfloskel oder interessiert und ernst gemeint war. Sehr oft können die Fragenden mit einer ehrlichen Antwort wenig anfangen und wenn beispielsweise gleich zum Thema Wetter gewechselt wird und Sie wissen, wie sich das Gegenteil von ehrlichem Interesse anfühlt.

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Die Kunst des Belohnens

Die Kunst des Belohnens

Von Holger Hartwig*

Erinnern Sie sich an Ihre Kindheit oder an die Zeit, als Ihre Kinder noch klein waren? Dann wissen Sie, welche Begeisterung ab dem 1. Dezember für 24 Tage in den Kinderaugen zu sehen war, wenn morgens ein Türchen des Adventskalenders geöffnet werden durfte. War es einstmals „nur“ eine kleine Süßigkeit, ist heute alles Mögliche hinter den Türchen zu finden.

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Die Dosis macht das Gift

Die Dosis macht das Gift

Von Holger Hartwig*

Sie kennen den Spruch „Die Dosis macht das Gift“? Dann wissen Sie, was damit gemeint ist. Zuviel von etwas richtet eher Schaden an, als das es nützlich ist. Gilt dieser Gedanke in jeder Hinsicht? Könnte man meinen. Geht es jedoch um Charakter-, Verhaltens- oder Arbeitseigenschaften, liegt im Erkennen der „Giftdosis“ auch eine große Chance. Es kommt auf die Sichtweise an.

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Der Wert der Arbeit

Der Wert der Arbeit

Von Holger Hartwig*

Haben Sie sich schon einmal diese Frage gestellt: Wie wertvoll ist die Arbeitsstunde eines Chefarztes in einer Klinik und im Vergleich dazu die eines Arbeiters am Fließband in einer Fabrik? Die Gewerkschaften und die Arbeitgeber definieren den Wert – wie jüngst oft geschehen durch den Abschluss von Tarifvereinbarungen in Zeiten von Inflation und Engiekriese – über den Wert der Leistung und legen einen entsprechenden Stundenlohn fest. Folgt man diesem Gedanken, ist folglich die Arbeitsstunde des Chefarztes zehn- bis zwangigmal soviel wert wie die des Arbeiters. Dennoch ist diese Antwort falsch. Beide Arbeitsstunden haben exakt den gleichen Wert. Warum?

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Warum Rentner nie Zeit und oft viel Stress haben…

Warum Rentner nie Zeit und oft viel Stress haben…

Von Holger Hartwig*

Es ist ein Phänomen, dass vermehrt bei Menschen auftritt, die ein langes Arbeitsleben hinter sich haben. Sie sollen die Zeit als  Rentner genießen. Doch – so sagen es sehr viele selbst von sich – sie haben so gut wie nie Zeit und fühlen sich oft im Stress. Dabei ist die „Belastung“ meist nicht im Ansatz vergleichbar mit den vielen Aufgaben und Aktivitäten aus der aktiven Arbeitsphase.Wie ist das zu erklären?

Holger HartwigWarum Rentner nie Zeit und oft viel Stress haben…
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