Kolumne: Von einer traumatischen und unvergesslichen Wahlnacht

Kolumne: Von einer traumatischen und unvergesslichen Wahlnacht

Als Kolumnist hat man manches Mal komische Träume – so auch nach der Kommunalwahl. Es geht um die Ereignisse rund um die Bürgermeisterwahl in Leer. Und dieser Traum hat das Zeug dazu, dass über ihn in Leer noch in vielen Jahren gesprochen wird. Die Fakten lagen ja bereits vor 20 Uhr auf dem Tisch. Bürgermeisterin Beatrix Kuhl ist abgewählt, der parteilose Claus-Peter Horst wird neuer Chef im Rathaus. Die jeweiligen „Lager“ begießen anschließend das Wahlergebnis auf einem Ausflugsdampfer und in einer Altstadtkneipe. So weit, so gut.

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Aufgeschnappt – 19. September 2021

Aufgeschnappt – 19. September 2021

Von der Ärztin in der Corona-Debatte

Meinungsfreiheit ist in Deutschland ein hohes Gut. Gut so. So muss dieses Land auch teils die abwegigsten Äußerungen rund um die Pandemie „aushalten“. Wie gut, dass die meisten Menschen intelligent genug sind, sich selbst ein Bild zu verschaffen. In Mode gekommen sind auch so genannte „Offene Briefe“. Einen haben jetzt mehrere hundert Ärzte unterschrieben (zu lesen beispielsweise in auf der Seite der Südthüringischen Rundschau). In dem Statement heißt es unter anderem: „Wir wollen und können nicht mehr zusehen, wie unter dem Deckmantel einer „epidemischen Lage nationaler Tragweite“ und der vorgegebenen Sorge um Gesundheit und Sicherheit jegliche Grundlagen für Gesundheit und Sicherheit zerstört werden. (…) Wir fordern die sofortige Aufhebung aller Corona-Maßnahmen.“ Diese Meinung kann jeder haben. Etwas heikel wird es, wenn man sich die Liste der Unterzeichner anschaut.

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Das Transrapid-Unglück

Das Transrapid-Unglück

Es ist ein Freitag im September 2006. Ich habe einen Tag frei und meine Eltern ziehen um. Während ich einen Kleiderschrank zusammenschraube, klingelt das Telefon. Meine Sekretärin– ich bin damals Redaktionsleiter Emsland der Neuen Osnabrücker Zeitung – ruft an. „Holger, beim Transrapid hat es einen schweren Unfall gegeben. Das, was wir wissen, hört sich nicht gut an. Es hat wohl Tote gegeben.“ Kurze Pause. „Alles klar. Ich bin in einer guten halben Stunde in der Redaktion.“ Mir ist bewusst, dass das für die Redaktion ein „Großkampftag“, so wie sonst nur an Wahlabenden, wird. Auf dem Weg in die Redaktion die ersten Überlegungen: Wie organisieren wir die Berichterstattung? An was müssen wir denken? Wer kann noch mithelfen?

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Den richtigen Platz auf dem Spielfeld finden

Den richtigen Platz auf dem Spielfeld finden

Von Holger Hartwig*

Wer zufrieden und erfolgreich durch das Leben gehen will, bei dem kommt es darauf an, dass er im Denken, Handel und in der im Leben in der Familie, Firma oder im Ehrenamt den für ihn richtigen Platz findet. Was damit gemeint ist? Na, warum heißt es wohl umgangssprachlich gerne mal „der/die ist da aber fehl am Platz“ oder „die Stelle/Position passt bestens zu ihm/ihr“? Ganz einfach, weil Aufgabe, Umfeld, Fähigkeiten bzw. Talent und vor allem der Charakter mit Lebensauffassung und Denken zu dem- oder derjenigen zugeschnitten sind oder eben überhaupt nicht kompatibel sind.

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HARTWIG am MITTWOCH: Vom Wechsel, Farbenfroheit und Familiendynastie

HARTWIG am MITTWOCH: Vom Wechsel, Farbenfroheit und Familiendynastie

HARTWIG am MITTWOCH ist eine Kolumne, die immer zuerst mittwochs in der Ostfriesland-Ausgabe der Nordwestzeitung und der Emder-Zeitung erscheint.

In der Politik der Stadt Leer sind nach über 20 Jahren klare Verhältnisse angesagt. Erstmals seit Günther Boekhoff 1996 konnte die aus Tradition starke SPD mit Claus-Peter Horst ihren Bürgermeister-Kandidaten „durchbringen“. Horst ist zwar parteilos, hatte aber von der SPD und den Grünen frühzeitig die Unterstützung bekommen. Und: Beide Parteien verfügen – das ist das zweite richtungsweisende Ergebnis des Wahlabends in der Kreisstadt – anders als in den vergangenen fünf Jahren mit über 60 Prozent über eine satte Mehrheit im Rat und damit im mächtigeren Verwaltungsausschuss. Kurzum: Der neue Bürgermeister Horst hat die politische Hausmacht hinter sich, die seiner Vorgängerin Beatrix Kuhl (CDU) sieben Jahre lang gefehlt hat. Es wird sich zeigen, was Horst aus dieser Rückendeckung macht und ob er – wie er angekündigt hat –tatsächlich den Konsens mit allen Parteien sucht.

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Kommunalwahl in Leer: Sieger und Verlierer im Interview

Kommunalwahl in Leer: Sieger und Verlierer im Interview

Die Fakten: Claus-Peter Horst löst Beatrix Kuhl als Bürgermeister ab, die SPD und die Grünen gewinnen dazu und haben jetzt mit über 60 Prozent eine deutliche Mehrheit im Rat. Die CDU verliert deutlich und der Rat wird mit acht Fraktionen, Gruppierungen und Einzelkämpfern so bunt wie nie.

HARTWIG am Sonntag hat am Wahlabend live aus dem Rathausaal berichtet. In Interviews stellten sich die Bürgermeisterkandidaten und die Fraktionsvorsitzen von SPD, Grüne/CDU nicht nur für eine Bewertung der Wahlergebnisse, sondern schauten auch nach vorne.

Auf dieser Seite, auf Youtube und bei Facebook sind die Highlights der Wahlnacht noch einmal in Videoform aufbereitet.

HINWEIS: Die Videos sind im 16:9-Format aufgenommen in voller Breite im Kanal Hartwig am Sonntag bei YouTube zu sehen.

Auf dieser Seite gibt es leider ein Darstellungsproblem. Wir arbeiten an einer Lösung 😉

Wahlsieger: Der neue Bürgermeister Claus-Peter Horst – wie wird er die ersten 100 Tage im Amt angehen? Als erstes werde es darum gehen, eine Bestandsaufnahme der Haushaltslage zu machen, damit klar ist, wie es um die Finanzen steht. Der letzte Haushalt mit konkreten Zahlen und nicht nur Plandaten sei aus dem Jahr 2016. Was er sonst vorhat – reinklicken lohnt,

Enttäuscht: Die ausscheidende Bürgermeisterin Beatrix Kuhl (CDU) ist spricht über ihre Niederlage, zieht eine Bilanz und kündigt Rückzug aus Politik an. „Ich bin enttäuscht. Das ist doch klar. Ich bin heute anders als mein Name sagt, nicht cool.“ Ihre Niederlage habe sich aber abgezeichnet. Wie es für sie weitergeht – schaut rein…

Zufrieden I: Jörg Penning, Einzelbewerber für das Bürgermeisteramt, freut über den Wechsel im Rathaus-Chefsessel und auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Bürgermeister. Wie die aussehen kann – er äußert sich im Gespräch dazu. Zudem lässt er keinen Zweifel offen, dass die vergangenen Monate eine tolle Zeit für ihn waren.

Zufrieden II: Auch wenn er mit knapp 7 Prozent nur auf Platz 4 landete, zeigte sich FDP-Bürgermeisterkandidat Sven Dirksen zufrieden. Er habe sein Ergebnis im Vergleich zur Wahl 2014 verdoppelt und werde sich nun – anders als die anderen drei Kandidaten – weiterhin in die Ratsarbeit einbringen. Was er für wichtig hält, sagt er im Video.

Erfreut: SPD-Fraktionschef Heinz-Dieter Schmidt sieht mit dem Wechsel auf dem Bürgermeisterposten gute Perspektiven für eine Rückkehr zum Dialog zwischen Verwaltung und allen Parteien im Rat. „Es muss unser Ziel sein, gemeinsam mit ihm, der Verwaltungsspitze und allen Fraktionen im neuen Rat gemeinsam die wichtigsten Aufgaben für die nächsten Jahre zu definieren.“ Er setzte darauf, das das Miteinander im Interesse der Stadt bei allen Diskussionen wieder absolut im Vordergrund steht. Es gehe nicht darum, wer Recht hab, sondern darum, „was für die Stadt gut ist“- mehr im Video.

Freudig: Michael Runden, Fraktionsvorsitzender der Leeraner Wählergemeinschaft, freut sich über den Wechsel an der Rathausspitze. Zum Zeitpunkt des Gespräches wusste er allerdings noch nicht, dass er selbst dem Rat in der neuen Wahlperiode nicht mehr angehören wird.

Entspannt: Knut Müller, Wahlleiter in Leer, war kurz nach Schließung der Wahllokale sehr zufrieden mit dem Verlauf. Auf eine Prognose, wie die Bürgermeisterwahl ausgeht, ließ er sich nicht festlegen…

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Aufgeschnappt – 12. September 2021

Aufgeschnappt – 12. September 2021

Vom Geldsegen

Erfreulich ist es ja immer, wenn Fördergelder kommen. Dieses Mal vom Land aus dem Corona-Pandemie-Topf „Perspektive Innenstadt!”. Rechtzeitig vor Wahlen. Das „funktioniert“ aus Tradition gut. Zur Stärkung der Innenstadt sollen 755.000 Euro nach Leer fließen, die Stadt muss bei jeder Maßnahme 10 Prozent selbst beitragen. In der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus, Klima und Umwelt (so schreibt die Stadtverwaltung, obwohl es diesen Ausschuss so nicht gibt, aber es werden wohl die richtigen kommen…) soll die Politik nun über die Vorschläge der Verwaltung beraten.

Holger HartwigAufgeschnappt – 12. September 2021
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Kolumne: Der Charme des Gallimarktes als Spaßbremse

Kolumne: Der Charme des Gallimarktes als Spaßbremse

Schon die Kreuzchen gemacht oder geht´s heute am Sonntag noch ins Wahllokal? Fest steht: Landrat im Kreis Leer wird… Den Chefsessel im Rathaus besetzt… und die stärksten Stimmenzuwächse bekommt… Nein, Sie haben nicht wirklich erwartet, dass hier Prognosen stehen. Dafür würde es von den Parteien dem Vorwurf der Wahlbeeinflusser gebe – und die  Vorhersage könnte völlig danebenzuliegen.

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Unterwegs mit Oliver Freise, Leiter des Heimatmuseums Leer

Unterwegs mit Oliver Freise, Leiter des Heimatmuseums Leer

Oliver Freise.

Er ist vor wenigen Tagen in Leer angekommen: Oliver Freise, neuer Leiter des Heimatmuseums in der Leeraner Altstadt. Der 48-Jährige nimmt die Zuhörer beim Sonntagsspaziergang mit auf einen kleinen Rundgang durch das Museum und spricht über besondere Exponate, aktuelle Projekte sowie seine Ziele und Aufgaben, die er sich für die nächsten Monate und Jahre gesetzt hat. Klickt Euch rein und stellt fest, dass es mal wieder Zeit sein könnte, einen Abstecher in das Museum zu machen, um das Wissen über Leer aufzufrischen. Gerade in der Zeit nach Corona ist jeder Besucher besonders willkommen…

Weitere Informationen über das Museum:

www.heimatmuseum-leer.de/

Foto: privat

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Der Pfarrer und die Krankenhaus-Lüge

Der Pfarrer und die Krankenhaus-Lüge

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Es ist Januar 2012. In Papenburg geht das Gerücht um, dass das Marienhospital die Frühgeborenen-Station dicht machen will. Die Klinik hatte im Jahr zuvor geraden den Konkurs abwenden können durch die (Teil)-Übernahme und Aufnahme in den Verbund unter Führung des katholischen Krankenhauses in Lingen. Gesellschafter sind seit wenigen Wochen die St. Bonifatius Hospitalgesellschaft Lingen e.V. und die Stiftung Marienhospital Papenburg-Aschendorf. So, wie es sich für eine Redaktion gehört, werden die Gerüchte aufgegriffen – und werden indirekt bestätigt. Die Empörung ist groß, Teile der Papenburger Politik rufen zum Protest auf – und über 500 Papenburgerinnen und Papenburger stehen an einem Sonntagvormittag protestierend am Hauptkanal. Die Stimmung ist aufgeheizt, der heftige Gegenwind scheint die Klinikverantwortlichen zu überraschen. Es dauert einige Tage – und es tut sich etwas. Wir als Redaktion der Ems-Zeitung sind bei dem Thema immer „up to date“ – und unsere Leserinnen und Leser damit auch.

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